Rennbericht 3. SLP-Rennen Saison 09/10
Rennen am 13.11.2009
by ;-)) Robert


Der Stand in der Meisterschaft vor dem Rennen ließ bereits erste Interpretationen zu. Robin führte mit zwei Siegen deutlich und hatte nach Punkten Svend, Ralf Z, Joachim sowie Ralf S im Genick. Robert und Marco dahinter schon mit etwas mehr Abstand, zumindest nach Abzug eines Streichergebnisses. PM - nach verwachstem erstem Rennen und aussetzen beim zweiten Rennen etwas abgeschlagen - kündigte vor dem 3. Lauf dieser Saison den Angriff auf Robin an. Ein dritter Sieg von Robin würde ihn weit vor den Rest des Feldes bringen. Ein Großteil der Saarländer Abordnung hatte sich wegen SLP-Vorbereitungen in Trier vom Rennen abgemeldet, Ralf Z. tauchte nicht auf. Ralf S. war somit in sicherer Schlagdistanz zur Spitze und hatte wieder einen Manges-Wagen im Gepäck; der Chefmechaniker dieser Werkstätte reiste erfreulicherweise selbst zum Feintuning vor dem Rennen an.

Bei meiner Ankunft im Club gegen 18:30 war noch alles ruhig und der Staub lauerte auf der Bahn. Gegen 18:45 begann sich das zu ändern und das Warm-Up begann im 3-Minuten-Takt. Ca 10 Fahrer versammelten sich zu dieser Zeit, um ordentlich Grip auf die Bahn zu schmieren.

Die Abnahme konnte bald in Angriff genommen werden, die vorab per Newsletter und im Club-Meeting angekündigten Heckspoilerkontrollen wurden durchgeführt und prompt mit verschiedenen Ausreden gekontert, zB  'Hab´s eben erst gesehen!' (PM).

Somit wurden PM, HP und Günter verwarnt, beim nächsten Rennen darf so nicht mehr gestartet werden oder es wird eine Strafe von 5 Runden Abzug verhängt.

Meinen Heckspoilter mußte ich nach einem Trainingsabflug neu verkleben, das mal als Beweis, daß man auch noch unmittelbar vor dem Rennen einen Heckspoiler an die richtige Position verkleben kann.

HPs Fahrwerk war komplett verzogen und Ralf S. stellte ihm freundlicherweise ein Leihauto zur Verfügung. Leihwagenfahrer Marco bekam wieder ein Fahrzeug von Svend gestellt.

Qualifikation

Qualifikationsergebnis
Platz Name Zeit
1 PM 8,51
2 Ralf 8,57
3 Svend 8,591
4 Robert 8,622
5 Robin 8,700
6 Marco 8,707
7 Ralf H. 8,733
8 Guenter 8,737
9 Thomas S. 8,763
10 Martin S. 8,808
11 Stefan 8,833
12 Kai 8,903
13 H-P 8,942
14 Uwe 9,220
Die Qualifikation auf Spur 5 begann um 20:45 und wurde gespannt erwartet. Die Spur 5 bietet traditionell viel Grip und ließ daher gute Qualifikationszeiten erwarten. Ralf H. zeigte eine riesige Verbesserung mit 0,5s weniger als beim letzten Rennen und Kai S. durchbrach zum ersten Mal die 9-Sekundenmarke mit sehr guten 8,9s. PM schockte alle mit seinen 8,51s, die bis zum Ende des Qualifyings nicht mehr unterboten werden konnten. Uwe zog nach einer Runde die Stecker, um sicher in der ersten Gruppe zu landen und somit noch ein paar Stunden Schlaf vor seiner Abfahrt zum 24h-Rennen zu kriegen. Ansonsten wären an diesem Abend zum ersten Mal alle Fahrer im Qualifying unter 9 Sekunden geblieben !
Die Gruppen wurden in zweimal sieben Fahrer eingeteilt und somit kam Ralf H zu seinem ersten Auftritt in der schnellen Startgruppe.  Robin hatte neue Räder im Einsatz und die Hoffnungen seiner Konkurrenz stiegen etwas.

Startgruppe B

Das Rennen der ersten Gruppe wurde um 21:15 freigegeben und begann mit einem denkwürdigen Auftakt. Fünf Fahrer donnerten während der ersten sechs Runden im Pulk um die Bahn, daß den Einsetzern das Grinsen ins Gesicht gemeisselt war !!!  Jungs, das war echt geil !!! Ständige Positionswechsel im Getümmel von 2m Länge das sich um die Bahn schiebt, Lack an Lack, Rad an Rad und doch alle Fahrer mit Genug Umsicht, daß es zu keinen Abflügen kam. FETTEN RESPEKT!  Da kann sich diese andere Startgruppe eine Scheibe abschneiden, dazu später mehr.
Man kann ohne Übertreibung sagen, daß diese ersten Runden in einer Reihe mit dem legendären Truck-Race-Start in die Annalen des slotters-paradise eingehen werden.

Kai zeigt eine sehr saubere Fahrt und kann sich auf Spur 5 vom Feld deutlich absetzen. HP kämpft gegen Spur 6 und wird von Kai in mehreren waghalsigen aber sicher durchgeführten Manövern im Kurveninnern fair mehrfach überrundet. Mehrere Einsätzer strecken die Köpfe um nur ja keinen der Überholvorgänge Kais zu verpassen.

Stefan lupft früh und läßt Martin nach den Erfahrungen des letzten Rennens lieber vorbei. Dachten wir...Stefan hängt sich gleich wieder ans Heck von Martins Jaguar und gibt ihm richtig Feuer. Wir rechneten jedenfalls mit mehreren blauen Spuren an Stefans grau lackiertem 956K.

In den letzten sieben Minuten dieses Laufs gibt es praktisch keine Abflüge und Kai beendet den Lauf verdient als Führender.

Im zweiten Lauf zeigt Thomas S. einige Unsicherheiten und verbiegt sich die Schleifer, die er in der Box reparieren muß. Kurz darauf folgt ihm Martin in die Boxengasse, etwa brüderlicher Solidarität ? 

Günter hat sein Auto gewissenhaft auf dieses Rennen vorbereitet und nach der sehr guten Qualifyingzeit fährt er auch im Rennen stabil sehr gute Zeiten. Er fährt sich richtig in den Flow und untermalt das mit einer beeindruckenden tänzerischen Leistung am Fahrerstand.

Ingesamt fällt diese Gruppe mit äußerst fairem sportlichen Verhalten auf, neben 3 Sekunden Warten nach "abkürzendem Einsetzen" war überholen lassen selbstverständlich. HP bekam noch einige verbale Blue Flags, aber auch das wird schon besser. 

Großer und kleiner CrasherIm dritten Durchgang kommt es zu den ersten schweren Crashs. Uwe erwischt mit vollem Durchzug den vor ihm liegenden Kai mitschiffs, aber beide Fahrzeuge können das Rennen unbeschadet fortsetzen. Uwe erwischt später noch einmal den grauen 956K von Stefan; der 956K verunfallt wenige Runden später schwer und die Front bricht leider erneut. Noch vor wenigen Monaten hätte der Porsche seinem kleinen "gecrushten" Fly-Bruder Gesipa 908 in dieser Situation Gesellschaft leisten müssen, aber Stefan zeigte echte Größe und nahm die Reparatur in Angriff. Mit großem Rundenverlust kehrte er ins Rennen zurück und biß die Zähne zusammen, die Wut im Bauch war ihm aber anzusehen. Dennoch setzte er das Rennen sehr fair fort.

Im vierten Lauf lag Thomas Jaguar wieder instabil und erhielt mehrere Treffer von anderen Fahrern. Stefans Porsche crashte erneut heftig und eine weitere Reparatur war fällig (später in dieser Nacht baute Stefan ein neues Auto inkl. Lack und wir drücken die Daumen, daß der dann besser hält!).

Die letzten drei Durchgänge der ersten Gruppe verliefen ohne besondere Vorkommnisse. Einzig ein Dialog sei noch erwähnt. Uwe sieht Stefan von hinten näherkommen und lupft auf Start/Ziel. Stefan: "Brauchsch net lupfen, ich hab nix zu verlieren", Uwe: "Eben" :)

Gruppe A - Chaosteam

Nach dem ruhigen Rennverlauf in der ersten Gruppe bot die zweite Gruppe ein durchwachsenes Bild. Es gab selten so viele Chaosphasen durch verschiedene Umstände. Die Autos immer stärker am Limit gebaut und die Fahrer mit immer mehr Ambitionen :)   Mehrere Fahrer legten sich alle paar Runden irgendwo quer, vorzugsweise vor dem Tunnel oder anderen exponierten Stellen der Rennstrecke. Wenn Vollgas einmal nicht geht, geht´s wahrscheinlich in der nächsten Runde auch nicht :)  Die Folge war eine deutlich reduzierte Gesamtrundenzahl aller Fahrer und mancher mußte sich Sorgen machen, von Fahrern aus der Gruppe B noch eingeholt zu werden.

PM pushte hart, machte sich aber durch die resultierenden Abflüge und Abschüsse eine bessere Platzierung zunichte. Marco wie immer sehr ruhig und Robin war auf jeden Fall wieder mit der ihm eigenen - zumindest äußeren - Gelassenheit unterwegs. Ich selbst hatte mein Auto zu gutmütig abgestimmt, der Wagen lag sehr sicher, war aber auf jeden Fall deutlich zu langsam. Svend´s Wagen war sehr schnell, lag aber nicht besonders sicher. Leider kamen wir uns in den ersten beiden Runden zu nahe und verloren somit früh deutlich auf den Rest des Feldes. Ralf S. zeigte erneut, daß er ein sehr guter Fahrer ist. Das von ihm gefahrene Material gehört ohnehin zum besten, es scheint aber noch etwas über´s Limit abgestimmt zu sein und der Wagen reagiert daher sehr intolerant im Grenzbereich.

Am Ende des Rennens siegte Robin mit beeindruckenden 5 Runden Vorsprung vor Ralf S., Marco, PM, Svend und Robert.
Ralf H. fügte sich gut in die erste Gruppe, klagte aber über deutlichen Rundenverlust durch viele Überrundungsvorgänge.
Rennergebnis
Platz Name Runden
1 Robin 409,15
2 Ralf S. 404,35
3 Marco 404,31
4 PM 403,68
5 Svend 403,25
6 Robert 400,52
7 Uwe 397,66
8 Guenter 394,66
9 Martin S. 392,54
10 Ralf H. 391,38
11 H-P 386,02
12 Kai 385,64
13 Thomas S 381,55
14 Stefan 355,78

...und wie geht´s weiter?

Robin gibt sich derzeit unschlagbar, sowohl durch sein ausgesprochen überlegenes Material, als auch durch seinen Fahrstil. Wir alle gönnen ihm das von Herzen. Mit diesen Worten verbinde ich auch die Hoffnung, daß er sich darauf ein bißchen ausruht :)). Einige Fahrer beginnen mit der Nachrüstung in verschiedenen Dimensionen. Neben neuen Deckeln und verschiedenen Reifenmischungen kommen auch bald neue Fahrwerke und Fahrwerksgenerationen zum Einsatz und es bleibt abzuwarten, welche Veränderungen im Klassement damit möglich sein werden.
Das nächste Rennen am 18.12.2009 kurz vor Weihnachten markiert die Halbzeit dieser SLP-Saison 2009/10 im slotters-paradise und darf schon mit Spannung erwartet werden.

Cu all @ slotters-paradise

Liebe Grüße, Euer Robert