Der Aufbau des Clubs

... erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

... Baustufe 1

... Baustufe 2

... die Bahn ist einsatzbereit   

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Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Nachdem nun die Idee geboren war, einen Slotracing-Club zu gründen, wurden die Ideen immer weiter gesponnen. Wir kamen zu dem Schluss, dass wir ein Geschäft integrieren müssen, damit sich die ganze Sache trägt - also ein Slotracing-Fachgeschäft mit angegliederter Clubbahn!

Bei der Sammlung unserer Ideen stiegen die zur Umsetzung notwendigen Quadratmeter immer weiter an. Wochenlang wurden Vermietungsanzeigen studiert, jede Menge Kilometer verfahren und unzählige Besichtigungen gemacht.

Irgendwann waren wir in Schriesheim praktisch unterschriftsreif, als Karsten die Mega-Location in Ladenburg entdeckte - eine Videothek, die in Kürze geschlossen werden sollte und vom Grundriss die Verwirklichung unserer Ideen optimal ermöglichte.

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Eilig einberufene Treffen mit den Vermietern führten dann schnell zum Erfolg. Die Chemie passte, der Preis stimmte und im Haus wohnen auch nur nette Leute ... also Mietvertrag unterschreiben!

Nun ja! Im Juni 2003 war es dann endlich soweit für die Schlüsselübergabe in der Schulstrasse 23 in Ladenburg ...

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Baustufe 1

Unsere Zielsetzung war zunächst die Renovierung des kleinen Raumes, in welchem später unser Ladengeschäft Einzug halten sollte.

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Erst mal alles rausreißen!!!

Hier kam sofort die neu erstandene Kreissäge zu ihrem ersten Einsatz. Einen Schnitt in der Mitte und dann rohe Kräfte walten lassen.

Nachdem dann die beim "Abbruch" entstandenen Schuttberge vom kleinen in den großen Raum entsorgt waren, ging es erst einmal zum Großeinkauf (und Fleischkäs-Brötchen-Essen) ins Bauhaus.

Frisch gestärkt und mit neuem Material ausgestattet wurde eifrig eine neue Wand eingezogen und die Unterkonstruktion für die Deckenabhängung montiert.

Die nachfolgenden Arbeitsschritte lauteten: Neue Elektrik installieren, Gipskartonplatten an die Decke nageln, gleichzeitig die Löcher für die Halogenstrahler bohren, alles verspachteln, schleifen, noch mal verspachteln, wieder schleifen, Feinspachteln und ein letzter Schleifgang!

Eine Sauerei, die Ihresgleichen sucht!!!
Aber wir wollten es ja schön haben ...


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Nachdem dann Decke und Wände gestrichen waren, wurde mit fachkundiger Hilfe vom benachbarten Maler Schmitt der Boden gelegt.

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Während Karsten und Denise den Verkaufstresen aufgebaut haben, vergnügten sich PM und Eileen mit dem Aufbau des Glasregals.

Als dann beide Teams mit ihrer Arbeit fertig waren, wurde der Tresen auch gleich einem ersten Praxistest bezüglich Höhe und Funktionalität unterzogen.

Da wir zu diesem Zeitpunkt aber noch keine Ware hatten, ersetzte Maler Schmitt die Artikel kurzerhand durch spendierte Eisbecher :-)


Praxistest bestanden ... Laden fertig !!!


Aber eines haben wir die ganze Zeit vermisst! Wir hatten schon lange keinen Regler mehr gequält und Rennwagen über die Schienen geprügelt...
War es ein Fehler gewesen, so früh aus dem Spielzimmer wieder ein Wohnzimmer zu machen???

Irgendwie schon, denn kurze Zeit später standen wir erneut mit großen Mengen an Dachlatten und Schrauben beim Bauhaus an der Kasse!

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Baustufe 2

Während die meisten Leute den Jahrhundertsommer im Freibad oder im Biergarten genossen, schufteten wir im Schweiße unseres Angesichts auf unserer Baustelle. Und alle, die wir eingeladen haben mal vorbeizuschauen, blieben fern ... hatten wohl Angst, daß sie direkt einen Hammer in die Hand gedrückt bekommen und zum Arbeitsdienst herangezogen würden!!!

Egal, nach zwei Monaten jedenfalls hing die Decke, die Elektrik war gelegt und die Wände verkleidet.

Dann haben wir erst mal eine Baustellenfete veranstaltet, zu der Freunde, Nachbarn und "Neugierige" eingeladen wurden.

Und dann konnten wir endlich mit dem Bau der Unterkonstruktion der Bahn beginnen.

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Mit den vorhandenen Schienenteilen haben wir dann die geplante Bahn zunächst 2-spurig aufgebaut. Aber es fehlten viele Teile ...

Karsten ging dann immer ganz schnell in unserem Laden "einkaufen" und als dieser dann ausverkauft war, fuhren wir zu unseren Freunden in die Rennecke, die uns dann mit weiteren Schienen aushalfen. Wir mussten sie auch nicht direkt bezahlen!


"Bringt uns die Schienen wieder vorbei, wenn Ihr die neue Lieferung von Carrera bekommen habt", war der knappe Kommentar.


Die Bahn machte einen guten Eindruck auf uns. Wir fuhren etliche Runden und demolierten einige Autos, da die Bahn noch nicht über Banden verfügte und somit zusätzlich zum Abflug noch eine Fallhöhe von 90cm hinzu kam.

Was aber keiner schaffte war ein Abflug bis in den Keller, wo in einer Zukünftigen Baustufe einmal die Boxengasse (Arbeits- und Bastelraum) entstehen soll!

Als nächstes orderten wir die Schienen für den 6-spurigen Aufbau. Endlich angekommen, ging es an die Endmontage.

Um eine konstante Stromversorgung ohne Spannungsabfälle zu gewährleisten, fädelten wir in die jeweiligen Stromleiter der Schienen zusätzlich noch 2,5mm Kupferdraht ein, welcher an 15 Stellen von einer Ringleitung zusätzlich eingespeist wird.

Eine langwierige Arbeit, die mehrere zerschnittene Fingerkuppen kostete!

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Und dann kam der grosse Augenblick! Zwischenabnahme durch Professor Slot!

Insider wissen, dass er neben einem stark gefüllten Terminkalender (ausgebucht bis 2007) unter einer Rheingraben-Allergie (lat. Allergicus Rheingrabus) leidet. Außerdem lebt er, wie manche behaupten, in einer "eigenen Welt".

Auflösung: Er verbringt halt seine Wochenenden lieber in Hamburg und will eine Rheingraben-Therapie erst gar nicht versuchen!

Nach wochenlangem Bitten und Betteln liess er sich sich dann doch breit schlagen, mal vorbei zu schauen. Im Großen und Ganzen war er zufrieden, doch fand er zwei Stellen, die nicht optimal waren und die Streckenführung musste nachträglich verändert werden. Dies hatte unter Anderem zur Folge, dass an einigen Stellen auch die Unterkonstruktion verschoben werden musste. Aber besser Änderungen während der Bauphase als nach der Fertigstellung vornehmen!

Nachdem diese Problemstellen behoben waren und der eigentliche Bahnaufbau somit abgeschlossen war, ging es an die Seitenumrandung. Gleichzeitig kümmerte sich Karsten um die Verkabelung und den Bau des Fahrer- und des Rennleiterstandes.

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...die Bahn ist einsatzbereit!!!


Am 29.11.03 sollte es dann endlich soweit sein!!?? - Geschäftseröffnung!!

Bis morgens um 05.00 haben wir dann noch geknechtet, weil keine Geschäftseröffnung ohne einsatzbereite Bahn!!!


Das ist sie nun!

6-spurig und alle Bahnen gleichlang!!! - 42,68 m!!!

Mittlerweile haben wir auch die geregelten Netzteile eingebaut, so dass nicht nur jede Spur separat eingespeist wird, sondern auch geregelt werden kann.

Durch die in die Schienen eingezogenen Kabel sowie 15 Einspeisungen aus der Ringleitung ist gewährleistet, dass überall auf der Strecke immer die Spannung anliegt!

Die Zeitmessung (1/1000tel) von Bepfe ist auch installiert und die anfänglichen Probleme mit Fehlmessungen durch Streulicht sind ausgemerzt.



[Die Bahn]
[Boxengasse]

Ich brauche ja wohl keinem zu erzählen, dass ab nun die weiteren Ausbauarbeiten eher schleppend vorangingen! - Schliesslich waren wir alle viel zu heiss auf's Fahren.

Ausserdem lagen noch solche Projekte an, wie der Ausbau unserer Boxengasse, sprich Bastelkeller.

Dort wurde erst mal zwischen den Jahren eine Heizung montiert. Und mittlerweile stehen 8 Arbeitsplätze zur Verfügung. Der Maschinenpark wurde nach und nach um Standbohrmaschine, Schleifbock, Drehbank, Lötstation etc. erweitert.


Das sollte dann erst mal für den Rest der Saison an Baumassnahmen reichen. Wir haben dann lieber erst mal einen Lexan-Workshop veranstaltet und unsrere Renner für unsere interne Club-Challenge gebaut.

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